Teachable vs. Thinkific

Preise und Testphasen: Stand August 2026. Der ausführliche Funktionsvergleich stammt aus unserem Praxisbetrieb und wird gerade Abschnitt für Abschnitt neu geprüft. · Der große Onlinekurs-Plattform-Vergleich unserer beiden Lieblingsplattformen – welche ist die richtige für Dich? Von Anne & Andri.

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Wenn Du Online-Plattformen für die Erstellung Deines eigenen Onlinekurses recherchiert hast, bist Du wahrscheinlich auf zwei der größten Namen der Branche gestoßen: Thinkific und Teachable. Beide Plattformen bieten Dir die Möglichkeit, Onlinekurse zu erstellen. Im Folgenden schlüsseln wir die Unterschiede zwischen den beiden Anbietern auf. Wir hoffen, dass dieser Artikel Dir hilft, die Plattform zu finden, die am besten für Dich geeignet ist!

Vorab sei gesagt: Sowohl Thinkific als auch Teachable sind ausgezeichnete Anbieter von Onlinekurs-Plattformen. Wir haben unsere ersten Onlinekurse mit Teachable erstellt und waren begeistert. Nach einiger Zeit sind wir zu Thinkific gewechselt, weil Thinkific etwas besser geeignet ist, wenn man mit Teams und Gruppen arbeiten möchte. Beide Plattformen finden wir aber sehr gut.

Schauen wir uns zunächst an, für wen Thinkific und Teachable konzipiert sind. Thinkific zielt darauf ab, Unternehmen und kleinen oder mittelständischen Firmen bei der Erstellung professioneller Onlinekurse zu helfen, während Teachable eher auf eine breitere Gruppe von Einzelpersonen ausgerichtet ist, die online zusätzliches Geld verdienen möchten. Das bedeutet für Dich: Thinkific bietet mehr als 30 Funktionen, die Teachable nicht hat.

Gemeinsamkeiten zwischen Thinkific und Teachable

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Eingehender Vergleich von Thinkific vs. Teachable

Hochladen von Inhalten & Kurserstellung

Während sowohl Thinkific als auch Teachable ähnliche Angebote in Bezug auf Kursbereitstellung und Einbindung der Teilnehmer:innen haben, unterscheiden sie sich in den Funktionen zur Kurserstellung. Die Stärke von Teachable liegt in der Einfachheit des Kurs-Builders, während Thinkific sich durch fortgeschrittene Funktionen auszeichnet, mit denen Du Online-Kurse mit einem wirklich professionellen Gefühl erstellen kannst.

Mit beiden Plattformen kannst Du Deine Online-Lektionen mit Video, Audio, PDF, Text und Quiz erstellen. Der Thinkific Course Builder hat jedoch eine größere Auswahl an Optionen und ist flexibler bei der Organisation Deiner Inhalte. Du kannst auch Aufgaben-Lektionen erstellen, also Hausaufgaben für Deine Lernenden – etwas, das bei Teachable nicht möglich ist. Thinkific ermöglicht es Dir außerdem, Deine Videos nur einmal auf die Plattform hochzuladen, wo sie in Deiner Videobibliothek zugänglich bleiben – das macht die Wiederverwendung von Videos zwischen Deinen Kursen unglaublich einfach.

Am wichtigsten: Thinkific unterstützt Live-Lektionen mit Zoom. Du kannst also Onlinekurse anbieten, die nicht nur vorproduzierte Inhalte enthalten, sondern auch Live-Unterricht. Für die meisten Kursersteller:innen ist das eine wertvolle Ergänzung, da sich Kurse mit Live-Lektionen als Premium-Angebote verpacken lassen.

Kursplayer

Sowohl Thinkific als auch Teachable haben einfach zu bedienende Kursplayer (= die Lernumgebung für Kursteilnehmer:innen), sodass Deine Teilnehmer:innen leicht durch Deinen Kurs navigieren können. Während der Kursplayer von Teachable modern und gut gestaltet ist, verfügt der von Thinkific über einige Funktionen mehr, die das Erlebnis für Lernende verbessern – etwa die Navigation über Lektionstitel und die Option, die Kapitel-Seitenleiste im Vollbildmodus auszublenden, damit sich Teilnehmer:innen ohne Ablenkung auf Deine Inhalte konzentrieren können.

Wenn Du Deinen Kursteilnehmer:innen verschiedene Kaufoptionen anbieten möchtest, kannst Du zudem benutzerdefinierte Seiten innerhalb Deines Kurses erstellen, die nur für bestimmte Kaufstufen verfügbar sind – eine gute Möglichkeit, den Wert Deiner Inhalte zu steigern.

Community-Aufbau

Für viele Kursersteller:innen besteht ein Teil des Spaßes darin, die eigene Online-Community wachsen zu sehen. Thinkific unterstützt das hervorragend mit einem eingebauten Community-Builder. Du kannst eine Community an einen bestimmten Kurs oder eine Gruppe von Kursen anhängen und so den Zugang verwalten. In der Community können Lernende eigene Diskussionen starten oder bestehende Unterhaltungen kommentieren.

Teachable bietet stattdessen die Option für 1-zu-1-Coaching. Der Community-Builder von Thinkific ist aus unserer Sicht die nachhaltigere Möglichkeit, Teilnehmer:innen interaktiven Mehrwert zu bieten: Du konzentrierst Dich auf die Inhalte, während Deine Lernenden sich gegenseitig Fragen stellen und gemeinsam zu Antworten kommen.

Quizze & Aufgaben

Aufgaben und Umfragen sind ein Bereich, in dem Thinkific wirklich heraussticht. Es bietet fortgeschrittenere Quiz-Funktionen, etwa den Import von Fragen und Erklärungen zu Antworten. Du kannst auch Bilder und Videos zu Deinen Quizzen hinzufügen, während Teachable nur Text erlaubt.

Für ein intensiveres Lernerlebnis kannst Du in Thinkific Aufgaben als Lektionstyp erstellen und so Hausaufgaben verlangen, die das Verständnis der Teilnehmer:innen vertiefen. In Teachable gibt es dafür keine direkte Möglichkeit (nur einen Workaround über Dropbox). Sehr hilfreich ist auch die eingebaute Umfrage-Funktion von Thinkific: Damit sammelst Du direktes Feedback der Kursteilnehmer:innen und weißt, wie Du Deine Kurse weiter verbessern kannst.

Teilnahmebescheinigungen / Zertifikate

Beide Plattformen ermöglichen es Dir, Teilnahmebescheinigungen zu erstellen und zu versenden. Teachable bietet 3 vorgefertigte Vorlagen, Thinkific 7 Vorlagen, die Du an Deine Marke anpassen kannst.

In Thinkific wird die Bescheinigung automatisch versendet, wenn Teilnehmer:innen den Kurs zu 100 % abgeschlossen haben – Du musst Dich um nichts kümmern. Thinkific bietet zudem eine native Integration mit Software wie Accredible für alle, die eine zusätzliche Ebene an Professionalität benötigen.

Drip Content & Lektions-Voraussetzungen

Wenn Du Deine Kurslektionen über die Zeit freigeben möchtest, statt den Zugang zu allen Lektionen im Voraus zu gewähren, erstellst Du einen Drip-Plan – das geht in Thinkific und Teachable. Wichtig kann zusätzlich sein, Voraussetzungen für den Zugang zur nächsten Lektion zu definieren: etwa ein bestandenes Quiz oder ein Mindest-Fortschritt in einem Video. Beide Plattformen können das, aber Thinkific bietet die größere Flexibilität beim Sperren und Freigeben von Inhalten.

Kursberichte & Analysen

Beide Plattformen bieten Kursberichte und Analysen, mit denen Du den Fortschritt Deiner Teilnehmer:innen verfolgen kannst. Teachable hat hier ein robustes Dashboard mit filterbaren Berichten. Thinkific bietet ebenfalls Lernenden-Analysen, allerdings mit etwas begrenzteren Möglichkeiten.

Gruppen

Eines der spannendsten Werkzeuge ist die Funktion „Gruppen“ in Thinkific. Damit verkaufst Du Deine Kurse in großen Mengen und schreibst mehrere Lernende gleichzeitig ein – entscheidend, wenn Du Dein Geschäft um B2B-Angebote erweitern willst. Die Gruppenfunktion ist Teil des Growth-Pakets; wenn Du Kurse an Teams und Organisationen verkaufen willst, ist sie die Investition wert.

Teachable hat keine vergleichbare Gruppen-Option (nur einen Coupon-Workaround). Die Gruppen-Funktion war für uns der ausschlaggebende Punkt, warum wir von Teachable zu Thinkific gewechselt sind – wir bieten Kurse für Kita-Teams und Träger an, und genau das kann Thinkific besser.

Teachable vs. Thinkific im Bereich Kurserstellung – Gewinner: Thinkific.

Für Kursersteller:innen, die ein professionelleres Produkt anbieten und mehr Flexibilität beim Hochladen, Organisieren und Verwalten ihrer Inhalte haben möchten, ist Thinkific die beste Wahl. Teachable ist dafür am Anfang die etwas einfachere Plattform – gerade wegen der geringeren Anzahl an Funktionen. Wenn Du Einzelunternehmer:in bist und eine möglichst einfache Plattform suchst, könnte eher Teachable das Richtige für Dich sein.

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Der Vergleich im Bereich Webseiten-Gestaltung

Eine gut gestaltete, einfach zu bedienende Website ist wichtig, um Kurse verkaufen zu können. Sowohl Thinkific als auch Teachable ermöglichen es Dir, eine Website auf ihrer Plattform zu erstellen; beide bieten kostenlose Subdomains sowie eigene Domains. Auch die Spracheinstellungen der Website lassen sich anpassen. Die Unterschiede liegen in den Gestaltungs-Funktionen.

Website-Themes

Thinkific hat eine Auswahl von drei Site-Themes als Ausgangspunkt für Deine Website, jeweils mit mehreren Stilen zur Sofort-Vorschau. Bei Teachable gibt es keine Themes, sondern eine Standardvorlage; Logo, Schriftart und Farbe sind anpassbar, aber die Gestaltungsmöglichkeiten sind begrenzt.

Für Fortgeschrittene interessant: Thinkific erlaubt es, den Theme-Code im Backend zu bearbeiten und eigene Themes zu importieren. Wer nicht mit Code arbeiten will, findet auf der Thinkific-Website geprüfte Expert:innen für die Anpassung.

Site Builder – der Webseitenbaukasten

Beide Plattformen machen es super einfach, ohne Programmierkenntnisse eine Website zu erstellen: per Drag-and-drop für Homepage, Kurs-Landingpages und Verkaufsseiten. Der Hauptunterschied liegt in der Auswahl der Seitenelemente.

Thinkific bietet mehr als 20 Sektionstypen – einige mit integrierten Call-to-Action-Buttons, anpassbaren Icons, einem Countdown-Timer und einem Bereich für Kundenrezensionen („Social Proof“). Teachable hat eine deutlich begrenztere Auswahl an Seitenabschnitten; besser entwickelt ist dort dafür die Möglichkeit, gezielte Verkaufsseiten für Kampagnen zu erstellen.

Teachable vs. Thinkific im Bereich Webseiten-Gestaltung – Gewinner: Thinkific.

Egal ob Du neu in der Technik bist oder in die Anpassung des Seitencodes eintauchen möchtest: Thinkific bietet die besseren Optionen und den leistungsfähigeren Website-Builder – und ist dabei einfach zu bedienen.

Der Vergleich im Bereich Vertrieb & Marketing

Beide Plattformen haben Werkzeuge für Verkauf und Vermarktung: Gutscheine, Kursbündel und Upsell-Möglichkeiten. Der größte Unterschied ist der Checkout-Prozess: Teachable hat einen einfacheren 1-Schritt-Checkout, Thinkific einen 2-Schritt-Prozess – der einfachere Ablauf von Teachable dürfte von potenziellen Kund:innen eher abgeschlossen werden. Beide bieten 1-Klick-Upsells; Thinkific erlaubt zusätzlich, diese Upsells je nach bisherigem Kauf anzupassen.

Preisoptionen für Deine Kurse

Bei beiden ist es einfach, mehrere Preisoptionen anzubieten: Einmalpreis, Zahlungspläne oder wiederkehrende Abonnements, außerdem Kursbündel zum Sonderpreis. Verkaufst Du international, bietet Teachable Preise in mehreren Währungen, während Du bei Thinkific nur eine Währung wählen kannst. Thinkific bietet dafür die Option einer kostenlosen Testphase oder Einrichtungsgebühr – beides funktioniert gut mit Abo-Modellen.

Zahlungsabwicklung

Beide Plattformen akzeptieren PayPal- und Kreditkartenzahlungen (über Stripe). In Thinkific verbindest Du Deine Stripe- und PayPal-Konten und erhältst sofortige Auszahlungen – unabhängig vom Tarif. Teachable bietet sofortige Auszahlungen außerhalb der USA und Kanadas nur in den höheren Tarifen. Dafür ermöglicht Teachable die Integration von Apple Pay und Google Pay – hilfreich für Kund:innen, die mobil bezahlen.

Umsatzsteuer / Mehrwertsteuer

Für deutsche Anbieter wichtig: Teachable ist eine der wenigen Kursplattformen, die die Mehrwertsteuer direkt in der Software hinzufügen und einziehen kann. Nutzt Du das Teachable-Zahlungsgateway, übernimmt Teachable sogar die Abführung der Steuer. Mit Thinkific ist die Mehrwertsteuer-Abwicklung möglich, erfordert aber eine Zusatz-Integration wie ↗ Quaderno* – so machen wir es selbst.

Integrationen von Drittanbietern

Beide Plattformen integrieren sich direkt mit Google Analytics, Facebook Pixel und Segment sowie mit ConvertKit und Mailchimp für das E-Mail-Marketing. Thinkific bietet darüber hinaus direkte Integrationen mit Aweber, ActiveCampaign, Constant Contact und Infusionsoft – und mit Lessonspace (Live-Unterricht), Accredible (Zertifikate), Shopify (E-Commerce), EarlyParrot (Empfehlungsmarketing) und Stunning (Mahnwesen für Stripe). Die große Integrations-Auswahl ist eine der Stärken von Thinkific.

Teachable vs. Thinkific im Bereich Vertrieb & Marketing – Unentschieden.

Teachable punktet mit dem einfacheren Checkout, der eingebauten Mehrwertsteuer-Abwicklung und guten Affiliate-Marketing-Tools. Thinkific bietet mehr Flexibilität bei Abo-Preisen und Upsells, sofortige Auszahlungen in jedem Tarif und die breitere Integrations-Palette.

Der Vergleich im Bereich Support

Beide bieten viele Ressourcen für Deinen Erfolg als Kursersteller:in. Unserer Erfahrung nach ist der E-Mail-Support von Thinkific tendenziell etwas freundlicher und reaktionsschneller; Live-Chat gibt es dort erst in den höheren Business-Tarifen. Teachable bietet Live-Chat ab dem Professional-Tarif. Beide Plattformen haben umfangreiche Wissensdatenbanken und Schulungsvideos; Thinkific bietet zahlenden Nutzer:innen zusätzlich die Online Business Masterclass, Teachable sein TeachableU.

Preispläne

Beide Anbieter haben mehrere kostenpflichtige Tarife; die Einstiegspreise liegen aktuell bei rund 40 $/Monat (Thinkific Basic, jährliche Abrechnung) bzw. 29 $/Monat (Teachable Starter, jährlich – dort fällt im Einstiegstarif zusätzlich eine Verkaufsgebühr an). Beide bieten eine kostenlose Testphase: Thinkific 30 Tage, Teachable 7 Tage. Ein versteckter Preisunterschied: Bei Thinkific ist die eigene Domain in jedem Bezahltarif dabei, bei Teachable erst ab dem Builder-Tarif – wer unter eigener Marke starten will, vergleicht also real 40 $ gegen 69 $. Die Preise ändern sich immer wieder – prüfe vor der Entscheidung die aktuellen Preisseiten.

Teachable vs. Thinkific: Der Gesamtvergleich

Gewinner: Thinkific.

Während beide Plattformen das Erstellen von Online-Kursen einfach machen, hat Thinkific einen klaren Vorteil bei Flexibilität und erweiterten Funktionen: leistungsfähigere Quizze und Aufgaben, Gruppen-Verkauf für B2B, bessere Community- und Website-Optionen. Wer eine kleinere, einfachere Plattform sucht, findet in Teachable einen leichteren Einstieg mit starken Vertriebs-Funktionen – 1-Schritt-Checkout, Mehrwertsteuer-Abwicklung und Affiliate-Tools.

Wir hoffen, dass dieser Vergleich Dir ein gutes Gefühl dafür gegeben hat, welche Plattform Dir die besten Werkzeuge bietet. Wenn Du Fragen zur Erstellung Deines eigenen Kurses hast, schreib uns gerne: onlinekursplattformvergleich@gmail.com

Caitlin, Andri & Anne

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